DIY: Allround Creme (GERMAN)

Da unser Vorrat an Creme sich langsam dem Ende zuneigt, habe ich mir Gedanken gemacht wie wir auf selbstgemachte Produkte umsteigen können. Der Freund war mit seiner bisherigen Hautcreme immer sehr zufrieden, war aber zum Glück offen für Neues. Ich wollte auch gerne möglichst wenige Inhaltsstoffe haben, da ich die Creme ohne großen Aufwand herstellen wollte. Dies ist mir auch gut gelungen.
Relativ schnell war klar, dass ich Sheabutter als Basis nehmen würde und zwar aus verschiedenen Gründen: Zum einen hat es entzündungshemmende Eigenschaften, ist für empfindliche Haut genauso geeignet wie für normale oder Mischhaut, kann Ekzeme verbessern und sogar bei Neurodermitis verwendet werden. Sheabutter wird als Anti-Aging Mittel gehandhabt (ein netter Nebeneffekt) und ist sogar ein natürlicher Sonnenschutz, wobei ich im Sommer nicht unbedingt auf eine gute Sonnencreme verzichten möchte.
Tipp: Kauft möglichst die reine, unraffinierte und nicht desodorierte Form. So kann man den besten Nutzen aus den positiven Eigenschaften der Sheabutter ziehen. Ich habe leider die Falsche gekauft, werde mir das nächste Mal aber die unraffinierte (zu erkennen an der gelblichen Farbe) Butter zulegen sobald mein jetziger Topf aufgebraucht ist.

Die restlichen Inhaltsstoffe sind: Jojobaöl, Sesamöl, Lavendelöl und Kokosöl. Auch diese Zutaten habe ich genommen wegen der vielen guten Eigenschaften, wobei ich das nächste Mal das Kokosöl weglassen werde, weil es mir zu stark fettet und man es nicht braucht. Normalerweise bin ich zwar der Meinung man kann nie genug Kokosöl verwenden, aber für diese Creme kann man getrost darauf verzichten, es sei denn man braucht einen extra Boost an Pflege (wie nach einem sehr langen und kalten Winter).

Die anderen drei Zutaten wurden aufgrund dieser Eigenschaften ausgewählt:
Jojobaöl ist nicht fettend und wird schnell von der Haut aufgenommen. Es stärkt Haut, Haare und Nägel und ist auch gut gegen Hautalterung (wie auch die Sheabutter). Zusätzlich stärkt es das Bindegewebe. Ein Bonus sind die reinigenden Eigenschaften.
Wichtig ist allerdings, dass man natives, kaltgepresstes Jojobaöl kauft, da dieses lange haltbar und frei von chemischen Zusatzstoffen ist.
Sesamöl werden einige wahrscheinlich schon aus der Küche kennen. Es wird gerne bei asiatischen Gerichten verwendet und hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften (siehe hier). Es öffnet Hautporen, verleiht der Haut einen strahlenden Glanz und eine natürliche Barriere.
Zuallerletzt möchte ich hier auch noch die Vorteile von Lavendelöl aufzählen. Mein Hauptgrund war, dass wir beide – der Freund und ich – den Lavendelgeruch sehr gerne mögen. Aber es hat auch eine antiseptische Wirkung, beruhigt, macht gute Laune, hilft bei Nervosität und lässt sogar Wunden schneller heilen!

Rezept:

  • Wasserbad
  • 70 gramm Sheabutter
  • 20 gramm Jojobaöl
  • 10 gramm Sesamöl
  • 35 Tropfen Lavendelöl (oder ein anderes ätherisches Öl, je nach Vorliebe)
  • 10 gramm Kokosöl (optional)
  • Schraubglas

Ich habe alles auf einer Küchenwaage abgewogen, daher sind selbst die flüssigen Öle (also das Jojobaöl und Sesamöl) in Gramm-Angaben, denke aber, dass es das insgesamt einfacher macht.

Zuallererst solltet Ihr Wasser für ein Wasserbad aufkochen. In das stellt ihr ein großes Glas (oder irgendein Gefäß eurer Wahl) und lasst die Sheabutter schmelzen. Dann fügt ihr das Jojobaöl und Sesamöl hinzu und verührt alles bis man keine unterschiedlichen Phasen mehr erkennt.

Als Letztes braucht Ihr noch euren Duft. Übrigens geht hier auch jede andere Duftrichtung, Lavendel ist also kein Muss! Ich mag eher einen stärkeren Geruch nach Lavendel, daher habe ich recht viele Tropfen genommen, aber wenn Ihr euch unsicher seid, dann fangt erst mit weniger an und fügt mehr hinzu je nachdem wie stark der Geruch werden soll.
Jetzt die Flüssigkeit nur noch in ein Gefäß eurer Wahl füllen und in den Kühlschrank stellen, damit die Creme fest wird.

Sobald eure Creme fest ist, könnt Ihr sie benutzen. Und nicht wundern, die Creme wirkt leicht krümelig als hätte sie kleine Peelingperlen, das verreibt sich aber gut auf der Haut und hat einen netten Nebeneffekt.

Hoffentlich gefällt euch dieses Rezept, wenn ja lasst es mich unten in den Kommentaren wissen.

Alles Liebe,
Momo

PS: Alle Zutaten habe ich auf einer tollen Seite bestellt, bei der die Öle in Glasgefäßen kommen, Bio Qualität haben und ich sogar bei der Bestellung angeben konnte, dass ich gerne auf Plastik im Versand verzichten würde, was Sie auch prompt gemacht haben. Die Preise sind meiner Meinung nach auch nicht höher als bei anderen Produkten und bisher bin ich mit meiner Auswahl sehr zufrieden. Schaut also auf jeden Fall mal beim Stübener Kräutergarten vorbei! (und nein, ich bin nicht gesponsort)

Merken

Merken

Merken

Merken

2 Replies to “DIY: Allround Creme (GERMAN)”

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *